Nate57 aus Hamburg macht heute mit seiner neuen EP „GaunaFunk” von sich reden – die perfekte Halloween-Veröffentlichung vom Hamburger Straßenrapper. Die EP wurde komplett von DJ Idea produziert, bis auf den Track „NEYS”, der von Riddla kommt. Nate57, der in Henstedt-Ulzburg geboren wurde und im Hamburger Karolinenviertel aufwuchs, bleibt sich treu: klassischer, schnörkelloser Straßenrap mit starkem Hamburg-Bezug.
Auf „GaunaFunk” liefert Nate gewohnt harte Flows auf Boom-Bap-Beats – Tracks wie „NEYS”, „CASH”, „DOMINO” und „AUFRUHR” zeugen von seiner unverkennbaren Handschrift. Die ersten Reaktionen im Netz sind allerdings gemischt: Ein User auf Reddit merkte an, dass Funk generell nicht sein Genre sei, weshalb die EP für ihn nicht wirklich funktioniert. Nate57 bleibt aber eine feste Größe in der Hamburger Szene und hat sich seit seinem Hype um „Blaulicht” 2009 einen Namen gemacht.
Kleinere, überregionale Releases und Tapes
Während Nate57 die Hamburger Fahne hochhält, gibt es heute auch weitere Drops, die für unsere Szene interessant sind:
Die Hirntot Posse aus Berlin droppt heute ihr Halloween-Special „SSSS (Süsses, sonst Stich: Septima)” – streng limitiert und passend zum heutigen Datum. Das Album enthält 14 Tracks voll düsterem Horrorcore-Sound, der typisch für das Label ist. Hirntot Records, bereits durch diverse Kontroversen auffällig geworden, liefert damit wieder brachialen Underground-Rap für die Hardcore-Fans.
Weitere Releases am heutigen Tag sind eher im Berliner Raum angesiedelt: 1019 (Lucio101, Nizi19, Omar101, Karamel19) aus Berlin-Mitte und Charlottenburg bringen ihr Tape „Lost Files 3” raus. Das Berliner Kollektiv hat sich in den letzten Jahren einen Namen in der Untergrund-Szene gemacht.
shosharascal, ein 18-jähriger Underground-Rapper aus Dresden, veröffentlicht sein Album „ONLINE”. Auch wenn Dresden geografisch nicht zum Nordwesten gehört, zeigt es, wie aktiv die deutsche Underground-Szene derzeit ist.
Fazit: Hamburg meldet sich zurück
Der heutige Release Friday zeigt: Nate57 trägt die Hamburger Fahne hoch und bleibt seiner Linie treu. Osnabrück liefert mit der Hirntot Posse düsteren Horrorcore für die Szene. Auch wenn die großen überregionalen Releases heute dominieren, beweist der Nordwesten mit Nate57 und Hirntot Posse, dass authentischer Straßenrap und kompromissloser Underground weiterhin ihren festen Platz haben.
Was die Meinungen im Netz angeht: Die Reaktionen auf Nate57s „GaunaFunk” sind verhalten, aber seine Fans schätzen die Konsistenz. Die Hirntot Posse polarisiert wie immer – wer brutalen Horrorcore mag, wird bedient, der Mainstream bleibt außen vor.



